Vorsorge für die nahende Heizperiode treffen

Die Bundesregierung hat die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Damit sind alle Verbraucherinnen und Verbraucher - private Haushalte, Industrie- und Wirtschaftsbetriebe sowie öffentliche Einrichtungen - gefordert, aus Vorsorgegründen für die nahende Heizperiode einen Beitrag zum Energiesparen zu leisten.

Reduzierung des Energieverbrauchs in Kreisliegenschaften

Landrat Andreas Siebert

Der Krieg in der Ukraine hat sehr viele Selbstverständlichkeiten unseres Lebens massiv auf den Kopf gestellt. Russland hat als größter Gaslieferant Deutschlands die Liefermengen in den letzten Monaten massiv gekürzt. Ob und in welcher Menge im Herbst weiter Gas nach Deutschland geliefert wird, ist nach aktuellem Stand unklar. Klar ist hingegen, dass wir alle zusammen gefordert sind, den Gasverbrauch bereits jetzt zu reduzieren, um mit Beginn der Heizperiode eine ausreichende Wärmeversorgung sicherstellen zu können. 

Die Bundesnetzagentur betont, dass aktuell die Energieversorgung gesichert ist, die Lage ist jedoch angespannt. Daher geht mit dem Ausrufen der Alarmstufe durch die Bundesregierung das klare Signal an alle Verbraucherinnen und Verbraucher – sowohl in der Industrie, in öffentlichen Einrichtungen wie in den Privathaushalten – den Gasverbrauch aus Vorsorgegründen weiter zu reduzieren.

Und warum machen wir das? Wir leisten durch Energieeinsparmaßnahmen unseren Teil, damit die Gasspeicher gefüllt werden und wir alle gemeinsam durch den bevorstehenden Winter kommen. 

Auch der Landkreis Kassel handelt verantwortungsbewusst und reduziert den Energiebedarf in seinen Liegenschaften. „Wir nehmen den seit Ende Juni geltenden Notfallplan der Bundesregierung ernst und haben daher in den Sporthallen, die mit Gas geheizt werden, die Warmwasserversorgung eingestellt“, informiert Landrat Andreas Siebert. Man müsse jetzt handeln, um einen Beitrag zur Wiederauffüllung der Gasspeicher für den Winter zu leisten und einer möglichen Energieversorgungslücke vorbeugen. Jede Kilowattstunde, die jetzt nicht benötigt werde, helfe die Verstromung aus Gas zu reduzieren, damit dieser Energieträger auch im Herbst noch in ausreichender Menge zur Energie- und Wärmeversorgung zur Verfügung stehe. 

Siebert: „Mit Beginn der Heizperiode werden die Sporthallen, die mit Holzhackschnitzelfeuerungs- oder Pelletanlagen beheizt werden, wieder eine Warmwasserversorgung erhalten – damit sind dann noch 16 Sporthallen von Einschränkungen betroffen.“ 

Das nicht in allen Sporthallen die Warmwasserversorgung gestoppt werden muss, zeige, dass der Landkreis bereits seit längerem auf die Nutzung anderer und erneuerbarer Energiequellen setze, so der Landrat weiter: „Diesen Weg werden wir bei den Kreisimmobilien auch da wo es möglich ist weitergehen“. 

Es werden auch noch weitere Energiesparmaßnahmen in den Liegenschaften des Landkreises ergriffen: So wird mit Beginn der Heizperiode am 1. Oktober die maximale Raumtemperatur, da wo möglich, auf 19 Grad reduziert. Ungenutzte Räume und Treppenhäuser werden zudem nicht mehr beheizt.

Diese Maßnahmen gelten ab sofort in den kreiseigenen Liegenschaften, die ausschließlich oder vorwiegend mit Gas als Energieträger beheizt werden. 

Einige Sporthallen werden ausschließlich mit Gas versorgt, weitere Hallen beziehen zumindest einen Teil ihrer Energieversorgung aus Gas, dort kann jedoch zum Beginn der Heizperiode die Warmwasseraufbereitung wieder aktiviert werden.

Eingeschränkte Duschmöglichkeiten in Sporthallen

In folgenden Sporthallen ist derzeit das Duschen nicht mehr möglich:

  • Bad Karlshafen, Sieburgschule, Sporthalle, Galandstraße, 34385 Bad Karlshafen
  • Baunatal-Rengershausen, Brüder-Grimm-Schule, Dorothea-Viehmann-Str. 20, 34255 Baunatal
  • Fuldabrück-Dennhausen, Herman-Schafft-Schule, Obere Feldstraße 11, 34277 Fuldabrück
  • Fuldatal-Simmershausen, Teichstraße 10, 34233 Fuldatal
  • Gesamtschule Kaufungen, Friedrich-Ebert-Straße, 34260 Kaufungen
  • Gesamtschule Wolfhagen, Walter-Lübcke-Schule, Kurfürstenstr. 20, 34466 Wolfhagen
  • Habichtswald-Ehlen, Oderweg 7, 34317 Habichtswald
  • Helsa, Schäferland Schule, Schulstr. 10, 34298 Helsa
  • Herderschule, Sporthalle, 34123 Kassel
  • Hofgeismar-Hümme, Wiesenbergschule, Schulstraße 11, 34369 Hofgeismar
  • Kaufungen-Niederkaufungen, Sporthalle, 34260 Kaufungen
  • Kaufungen-Oberkaufungen, Ernst-Abbé-Schule, Schulstraße 24, 34260 Kaufungen
  • Liebenau, Diemeltalschule, Sporthalle, 34398 Liebenau
  • Lohfelden, Regenbogenschule, Friedrich-Ebert-Ring 1/2, 34253 Lohfelden
  • Niestetal-Sandershausen, Mühlenweg 14-16, 34266 Niestetal
  • Schauenburg-Breitenbach, Johann-Friedrich-Krause-Schule, Leckenweg, 34270 Schauenburg
  • Schule für Lernhilfe Hofgeismar, Brüder-Grimm-Schule, Würfelturmstraße 9, 34369 Hofgeismar


In diesen Hallen wird mit Beginn der Heizperiode die Warmwasseraufbereitung wieder aktiviert, da diese Hallen über Holzhackschnitzelbefeuerungs- oder Pelletanlagen verfügen.

  • Baunatal-Großenritte, Langenbergschule, Burgbergstr. 33-35, 34225 Baunatal
  • Gesamtschule Baunatal, Erich-Kästner-Schule, Friedrich-Ebert-Allee 33, 34225 Baunatal
  • Gesamtschule Niestetal, Wilhelm-Leuschner-Schule, Karl- Marx- Straße, 34266 Niestetal
  • Grundschule Lippoldsberg, Schulstr. 32a, 34399 Wesertal
  • Naumburg, Elbetalschule, Am Kuhberg 13, 34311 Naumburg
  • Schauenburg-Hoof, Marie-Hassenpflug-Schule, Wahlgemeinde 17, 34270 Schauenburg
  • Vellmar-Obervellmar, Sporthalle, 34246 Vellmar


Wir bitten die betroffenen Schulgemeinden sowie alle betroffenen Nutzerinnen und Nutzer aus den Sportvereinen um Verständnis für die Durchführung dieser Maßnahmen.

Auch alle Bürgerinnen und Bürger können ihren Beitrag zum Energiesparen leisten, indem sie die nicht benötigten Energieverbraucher im Haushalt ausschalten oder bei anstehenden Neuanschaffungen auf besonders energieeffiziente Geräte achten. Wer zum Beispiel in den Urlaub fährt, zieht am besten den Netzstecker der elektronischen Geräte – denn auch im Standby verbrauchen diese Geräte noch Strom.

"Jede Kilowattstunde, die jetzt nicht benötigt wird, hilft die Verstromung aus Gas zu reduzieren, damit dieser Energieträger auch im Herbst noch in ausreichender Menge zur Energie‐ und Wärmeversorgung zur Verfügung steht."

Bundesregierung hat Energiesparmaßnahmen beschlossen

Um in der bevorstehenden Heizperiode weniger Energie zu verbrauchen, hat die Bundesregierung weitere Energiesparmaßnahmen beschlossen. Diese sehen unter anderem vor, Gebäude und Denkmäler sowie Werbetafeln zu bestimmten Zeiten nicht mehr zu beleuchten. Zudem sollen durch verstärkte Homeoffice-Nutzung auch weniger Büroflächen geheizt werden.

Von der Bundesregierung am 24. August 2022 beschlossene Energiesparmaßnahmen:
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