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29 plus eine – FrauenLebensOrte

Martha Elisabeth Icke, geb. Dippel (1885 - 1965)

Martha Elisabeth Icke, geb. Dippel

Die Not im Blick

Martha Elisabeth Icke wird am 18. März 1885 in Eiterhagen geboren. Mit 23 Jahren heiratet sie den Weißbinder Konrad Jakob Icke aus Dörnberg. Gemeinsam ziehen sie nach Dörnhagen, das heute ein Ortsteil von Fuldabrück ist. Da es dort zu dieser Zeit weder einen Arzt noch eine Hebamme gibt, lässt sich Martha Elisabeth Icke in Marburg zur Geburtshelferin ausbilden.

Ab 1911 ist sie bei der Gemeinde als Hebamme angestellt. Neben Dörnhagen betreut sie auch Schwangere in den Ortsteilen Denn- und Dittershausen sowie in zahlreichen Nachbarorten. Ihr Fleiß sorgt dafür, dass sie Karriere macht und zur Bezirkshebamme aufsteigt.

Dabei versteht Martha Elisabeth Icke immer auch die Nöte der Menschen. Haben die Familien keine Krankenversicherung und kein Geld, lässt sie sich in Naturalien bezahlen. Bis ins Alter von 68 Jahren ist Martha Elisabeth Icke zu jeder Tages- und Nachtzeit im Dienst. Insgesamt soll sie geholfen haben, rund 1.400 Kinder auf die Welt zu bringen.

29 plus eine – FrauenLebensOrte | Fuldabrück

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Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Aufnahme vom 25.08.1940 aus Heimat- und Geschichtsverein Fuldabrück e. V., Dörnhagen im Wandel der Zeit (Fuldabrück 2015), Seite 209.
  • Elisabeth Bepperling, geb. Lemmer
  • Archiv des Geschichtskreises Nieste, Lothar Rommel
  • Privatarchiv
  • Amalie Elisabeth (Ausschnitt), nach Anselm van Hulle, Collection Friedenspalast, Den Haag (Wikimedia Commons).
  • Aufnahme ca. 1913 aus Irene Ewinkel, Emilie Hofmann, geb. Klake aus Liebenau – eine deutschamerikanisch sozialistische Dichterin (Hessische Heimat, 2016 Heft 1, Seite 8)
  • Epitaph der Agnes von Bürgeln in der Stadtkirche Wolfhagen, Foto © Birgit Mietzner, 2018

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