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Liebenau will Leerstands-Kataster

Landesförderung macht`s möglich

Liebenau. Die Stadt Liebenau will ein Leerstands-Kataster für das Stadtgebiet erstellen und erhält dafür eine Förderung aus Landesmitteln im Rahmen der Dorfentwicklung. "Zu wissen, welche Häuser in einem Ort leer stehen und dieses Wissen auch nachhaltig aktuell zu halten, ist eine wichtige Voraussetzung für ein zielgenaues Handeln der Kommune und der lokalen Entscheidungsträger", betont Vizelandrat Andreas Siebert. Häufig scheitere ein Leerstands-Kataster daran, dass nach einer einmaligen Erhebung "ein Datengrab entsteht und man nach kurzer Zeit wieder von vorn anfangen kann", so Siebert weiter. In Liebenau werde daher ein umfassendes Konzept entwickelt, das eine nachhaltige Information über den Leerstand sicherstellt.

Auf dem angehängten Foto sieht man von links nach rechts Bürgermeister Harald Munser, Peter Nissen (Servicezentrum Regionalentwicklung) und Vizelandrat Andreas Siebert vor dem ältesten Haus Liebenaus, das seit drei Jahren leer steht.

"Wir wollen erreichen, dass möglichst alle leerstehenden Gebäude wieder genutzt werden", informiert der Liebenauer Bürgermeister Harald Munser. Mit dem Leerstands-Kataster sei ein "richtiggehendes Management von ungenutzten Immobilien möglich", so Munser weiter. Als erster Schritt werde eine Katasterdatenbank mit den notwendigen Schnittstellen realisiert, in die die entsprechenden Geodaten und das erforderliche Kartenmaterial integriert werden. Munser: "Dann wird es einen Nutzerbereich geben, in dem Bürger Immobilienangebote einreichen können". Außerdem sei die Programmierung einer interaktiven Kartenausgabe geplant.

Die Kosten für Entwicklung und Implementierung des Katasters liegen bei rund 29.500 Euro – die Stadt erhält eine Förderung in Höhe von 18.675 Euro.

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