Inhalt anspringen

29 plus eine – FrauenLebensOrte

Kunigunde von Luxemburg (980 – 1033)

Kaiserin, Stifterin und Heilige

Kunigunde von Luxemburg ist die Tochter des Grafen Siegfried I. von Luxemburg. 995 heiratet sie Herzog Heinrich IV. von Bayern, den späteren Kaiser Heinrich II. Nach der Weihe zur Königin durch den Erzbischof von Mainz, wird sie 1014 in Rom an der Seite ihres Gemahls zur Kaiserin gekrönt.

Drei Jahre später erkrankt Kaiserin Kunigunde bei einem Besuch der Kaufunger Pfalz schwer und ringt mit dem Leben. Die fromme Frau hofft auf Gott und gelobt, sollte sie wieder genesen, so werde sie an dieser Stelle ein Kloster stiften. Gesagt, getan. Ein Jahr später, 1018, gründet sie das Benediktinerinnen-Kloster. Schon kurz darauf wird mit dem Bau der Stiftskirche begonnen.
Kaiser Heinrich II. bezieht seine Gemahlin gleichberechtigt in sein politisches Wirken und in die Repräsentation ein. Nach dem Tod ihres Mannes 1024 führt Kunigunde die Reichsgeschäfte zunächst mit Hilfe ihrer Brüder weiter.

Erst nach der Übergabe der Reichskleinodien an den neuen König Konrad II. zieht sie sich in das von ihr selbst gegründete Kloster in Kaufungen zurück, wo sie ihre letzten Lebensjahre verbringt und 1033 auch beerdigt wird. 67 Jahre später verkündet Papst Innozenz III. ihre Heiligsprechung.

29 plus eine – FrauenLebensOrte | Kaufungen

Vielen Dank fürs Weitersagen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Reliquienbüste der Hl. Kunigunde, vermutl. Böhmen um 1440 (Paderborn, Diözesanmuseum) aus Ingrid Baumgärtner (Hg.), Kunigunde – eine Kaiserin an der Jahrtausendwende (Kassel 1997) Seite 34
  • Sabine Köttelwesch, Barbara Christine von Bernhold, im Jahrbuch 2001 des Landkreises Kassel, Seite 16
  • Symbolische Darstellung (Ausschnitt), Äbtissinnenfenster der Stiftskirche Cyriakus Gernerode (Entwurf von Ferdinand von Quast, 19. Jahrhundert n. Chr.), Foto © Raymond Faure 2015
  • Informationstafel am Diakonissenkrankenhaus in Kassel.
  • Epitaph der Agnes von Bürgeln in der Stadtkirche Wolfhagen, Foto © Birgit Mietzner, 2018
  • Privatarchiv
  • Foto der Sammlung Krug, 1981 (mhk - museumslandschaft hessen kassel)

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.