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Kennenlernen ist der erste Schritt

Jobcenter von Landkreis und Stadt Kassel luden zum zweiten Speed-Day ins Hermann-Schafft-Haus

Region Kassel. Das Prinzip des Speed-Day ist einfach: Arbeitssuchende und Arbeitgeber treffen sich. Man hat ein paar Minuten Zeit sich bei einem Gespräch kennenzulernen. Danach geht es zum nächsten Tisch. Und am Ende besteht die Chance auf eine neue Arbeitsstelle.

Bereits zum zweiten Mal luden das Jobcenter von Landkreis und Stadt Kassel gemeinsam zu dieser besonderen Form der Jobbörse in das Hermann-Schafft-Haus. Mit dabei 14 Firmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sowie rund 600 Arbeitssuchende. „Wir hatten nach dem ersten Speed-Day sehr viele positive Rückmeldungen. Sowohl von unseren Kunden als auch von den Arbeitgebern, die mitgemacht haben“, berichtet Yvonne Hodeck, Leiterin des Arbeitgeberservice beim Jobcenter des Landkreis Kassel. Deshalb nun die Neuauflage.

Zum zweiten Mal mit dabei sind die Personalerin Zehra Ceylan-Erol und der Teamleiter Fahrpersonal Falko Minke von der Deutschen Bahn AG. Für sie war schon der erste Speed-Day ein voller Erfolg. „Wir konnten sieben neue Mitarbeiter gewinnen, weitere befinden sich noch in der Ausbildung zum Berufskraftfahrer“, berichtet Ceylan-Erol, die betont: „Entscheidend ist für uns – neben der Eignung – vor allem das Interesse an dem Beruf.“ Mobilität ist auch von Vorteil, den Ceylan-Erol sucht auch Mitarbeiter für den Busbetrieb in Mittel- und Südhessen.

Isa Hensch aus Kassel im Gespräch mit Rita Schulz, Personalleiterin bei der Bäckerei Thiele. Im Hintergrund Thiele-Gebietsverkaufsleiterin Merle Haase.

Zum ersten Mal beim Speed Day ist die Bäckerei Thiele. Der Familienbetrieb mit 470 Mitarbeitern und Filialen in Nordhessen und Südniedersachsen sucht nach Bäckereifachverkäuferinnen. „Es wird für uns immer schwieriger an Mitarbeiter zu kommen“, beklagt Personalleiterin Rita Schulz. „Hier“, so hofft sie, „ist die Hemmschwelle für Bewerber geringer.“

Zu denen, die sich zu ihr an den Tisch setzen, gehört auch Isa Hensch aus Kassel. „Eigentlich möchte ich gerne wieder in der Erwachsenenbildung arbeiten“, erklärt sie. „Aber vorrübergehend könnte ich mir auch etwas anderes vorstellen.“ Für Schulz ein schwieriger Fall. „Denn eigentlich suchen wir Personal für eine längerfristige Beschäftigung“, sagt sie. Gerade weil dass die Kunden so wollen. Trotzdem lässt sie sich die Bewerbungsunterlagen geben. Andere Bewerber erhalten sofort einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. Manchmal wird auch schnell klar, dass es überhaupt nicht passt.

Hensch wiederum findet, dass es manchmal zu schnell geht. „Ich bräuchte vielleicht beim Gespräch mehr Zeit zum Warmlaufen“, sagt sie. Trotzdem wird sie sich noch bei anderen Arbeitgebern an den Tisch setzen. Sie will hören, ob noch irgendwo das passende für sie dabei ist.

Gregor Vick (Geschäftsführer Jobcenter Landkreis Kassel) und Christian Nübling (Geschäftsführer Jobcenter Stadt Kassel) luden gemeinsam zum Speed-Day im Hermann-Schafft-Haus.

Gregor Vick, Leiter des Jobcenters im Landkreis Kassel, ist von dem Format Speed Day überzeugt. „Es geht erst einmal um das persönliche Kennenlernen“, betont er. Der Vorteil für die Arbeitssuchenden liegt für ihn auf der Hand: „Hier steht der Arbeitgeber einem Menschen gegenüber und nicht einer Bewerbung.“ Und auch dieses Mal habe es viele positive Rückmeldung von den Arbeitgebern gegeben, weshalb schon der nächste Speed-Day geplant wird.

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