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Artenschutz und Landwirtschaft

Deutschlandweit einmaliges Pilotprojekt in Kelze kann zukunftsweisende Erkenntnisse bringen

Ein breites Netzwerk unterstützt den Pilotversuch in Kelze. Im Bild: (v.l.) Jürgen Düster (Landschaftspflege Landkreis Kassel), Ralf Desel (Geschäftsführer Regionalbauernverband Kurhessen), Vizelandrat Andreas Siebert, Rüdiger Germeroth (Untere Naturschutzbehörde), Bürgermeister Markus Mannsbarth, Jörg Kramm (Regionalbauernverband Kurhessen), Sarah Basler (Naturpark Reinhardswald), Tanja Müller (Imkerverein Hofgeismar), Claudia Friedrich (Bauamt Hofgeismar), Jacob Gruber (Naturpark Reinhardswald), Landwirt Timo Hofmeyer und Manfred Scherfise (Imkerverein Warme-Diemeltal).

Kelze / Landkreis Kassel. Wie lassen sich Artenschutz und landwirtschaftliche Nutzung in Einklang bringen? Diese Frage steht im Zentrum eines deutschlandweit einmaligen Pilotprojekts, dass der Landkreis Kassel und die Stadt Hofgeismar am Freitag vorgestellt haben. Weitere Partner sind der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, der Regionalbauernverband Kurhessen, Imkervereine aus der Region, das Netzwerk Lebensraum Feldflur und der Naturpark Reinhardwald.

Landwirt Timo Hofmeyer (links) aus Kelze im Gespräch mit Bürgermeister Markus Mannsbarth und Vizelandrat Andreas Siebert (rechts).

Für den Feldversuch wurde eine vier Hektar große Ausgleichsfläche der Stadt Hof-geismar bei Kelze in mehrere Parzellen aufgeteilt. Durch eine differenzierte Bewirtschaftung und Aussaat sollen so zukunftsweisende Erkenntnisse über die die jeweiligen Auswirkungen auf die Artenvielfalt gewonnen werden. Fachlich begleitet wird das Projekt durch die Untere Naturschutzbehörde und das Amt für Landschaftspflege beim Landkreis Kassel. Wie Vizelandrat Andreas Siebert mitteilte, stehen 25.000 Euro für ein sechsjähriges Monitoring zur Verfügung.

Eine Schautafel informiert über das Pilotprojekt.

Die wissenschaftliche Begleitung und das Monitoring wurden sowohl Bauernverbandsgeschäftsführer Ralf Desel, wie auch Imkerin Tanja Müller gelobt. Beide betonten, dass es zwar viele Handlungsanweisungen für Blühflächen, aber wenig wissenschaftlich fundierte Studien gebe. Der Feldversuch könne hier eine Lücke schließen.

Besucher können sich vor Ort anhand einer Informationstafel über das Pilotprojekt informieren. Ein QR-Code ermöglicht es mit dem Smartphone aktuelle Informationen abzurufen. Die Blühfläche wird außerdem vom Naturpark Reinhardswald in das Wegekonzept integriert.

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